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Talfusion Schanfigg A N D E R S

 

 

I.  Die Initianten von talfusion-schanfigg-anders verstehen sich als Sprachrohr derjenigen, für welche nicht immer MEHR = BESSER ist.   Deswegen versuchen sie, rechtliche und politische Mittel einzusetzen, um der Gemeindefusion eine deutlich andere Richtung zu geben.    Sie wollen nicht eine Fusion verhindern, sondern nur vermeiden, dass mit der an sich nötigen Gemeindefusion auch alle bewährten und wertvollen Elemente der Dezentralisierung und direkten Mitgestaltung durch die Einwohner unbedacht über Bord geworfen werden.

Die jetzt NEU angestrebte Verfassung der NEUEN Talgemeinde sollte ausgewogen sein und dem im ganzen Land solid verankerten föderalistischen und direktdemokratischen Prinzip Rechnung tragen, soweit dies möglich ist.

Besser möglich wird es natürlich sein, wenn die fusionierte Gemeinde nicht zu unterschiedliche Teile enthält.                                           

                                           

                                                             ***

II.                                           Weniger Staat

Eine unstrukturierte Grossgemeinde ist für den Bürger bedrohlicher.                                                                

Selbstbestimmung in lokalen Angelegenheiten. Es soll nicht alles über einen Kamm geschoren werden. Was für Arosa gut ist, braucht nicht gut zu sein z.B. für Langwies oder Calfreisen. 

Eine ungegliederte Grossgemeinde schenkt kein Geborgenheitsgefühl. 

Baugesetz/Zonenplan: Arosa hat z.B. in dieser Hinsicht ganz andere Bedürfnisse als die Talgemeinden. Es ist ungewiss, was die Grossgemeinde für ein Baugesetz/Zonenplan haben wird. Auch in dieser Hinsicht geht die Reise ins Ungewisse.       

Sicherheit für die Sportbahnen Hochwang: Die Sportbahnen Hochwang können praktisch nur mit Gemeindegeldern finanziert werden. Sie sind schon zweimal so finanziert worden, und sie dürften auch in Zukunft darauf angewiesen sein. In der neuen Grossgemeinde besteht mittelfristig die Gefahr, dass die Stimmbürger von Arosa (welche etwa 2/3 der Grossgemeinde ausmachen) kein Geld mehr für ein touristisches Konkurrenzunternehmen bewilligen könnten.

Direkte Demokratie:  In der EU oder anderen Ländern können die Bürger nur Parlamentarier wählen, sie können aber im Prinzip nicht über Sachfragen abstimmen. Die Schweiz hingegen kennt eine ausgebaute direkte Demokratie mit Stimmrecht in Sachfragen und (ausserhalb von städtischen Verhältnissen) Versammlungen der Stimmbürger. Die vorgeschlagene Gemeindeverfassung ohne Gemeindeversammlung würde die Entstehung eines unpersönlichen, anonymen Staates fördern. Auch die kürzlich neu gebildete Fusionsgemeinde Bregaglia (Bergell) hat eine Gemeindeversammlung, kein blosses Parlament. Ferner das Projekt "Ilanz Plus": Ebenfalls eine Gemeindeversammlung, wenn auch ohne Beschlusskompetenz.   

Andernorts findet also das Geborgenheitsgefühl und die Ablehnung eines unpersönlichen Staates Beachtung:  Wieso nicht bei uns?